EIN BEZAHLBARER WOHNRAUM FÜR ALLE

Das Thema bezahlbarer Wohnraum ist aktuell eines der großen Herausforderungen wachsender Regionen. Seit Jahren setze ich mich deshalb als Aufsichtsratsmitglied unserer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft in Eberswalde für eine bedarfsgerechte und kostengünstige Sanierung von Wohnbeständen ein. Mir ist wichtig, dass in den Städten und Gemeinden in unserem Land Wohnen für jeden Geldbeutel möglich bleibt.

Das Thema Wohnen ist sehr komplex. Es besitzt vom Mietspiegel über die Förderung des Sozialen Wohnungsbaus bis hin zur Art des Bauens eine Vielzahl an Stellschrauben. Wir müssen uns verstärkt über Werkzeuge wie den Milieuschutz, eine funktionierende Mietpreisbremse oder auch eine Sozialquote bei Neubauten Gedanken machen.

Auch gegenüber alternativen Formen des Wohnens sollten wir uns nicht verschließen. Denkbar wären Minihäuser für Studierende und Menschen mit kleinem Einkommen. Ich halte Projekte wie Holzhäuser und Null-Emissionshäuser für interessante Alternativen, dadurch könnten gleichzeitig wichtige Impulse für unsere holzverarbeitende Wirtschaft gesetzt werden.

Ich möchte mehr Natur in unseren Städten! Die enorme Versiegelung von Flächen in der Folge des Siedlungswachstums und dem Ausbau der Infrastrukturen sowie die heißen und niederschlagsarmen Sommer haben zu einer kontinuierlichen Reduzierung der Baumbestände geführt. Die Anwendung von Fassaden und Dachbegrünung kombiniert mit etwaigen Bewässerungssystemen führt nicht nur zu einem besserem Energiewert des Gebäudes, sondern verbessert das Stadtklima enorm. Ein damit einhergehendes Thema ist auch der Artenschutz. So sollten zunächst blühende Pflanzen verwendet werden und dabei auf Sorten geachtet werden, die möglichst ausdauernd und über die gesamte Saison blühen. Dadurch wird nicht nur den Bienenvölkern geholfen, sondern auch das Gebäude verschönert.

Angesichts des demographischen Wandels gilt es zugleich den Herausforderungen eines würdevollen Alterns zeitgemäß zu begegnen und ein starkes soziales Umfeld zu fördern. Die Etablierung von Mehrgenerationenhäusern liegt mir dabei besonders am Herzen, denn gerade darüber kann das Zusammenleben von Jung und Alt aktiv unterstützt werden.